Was muss auf die Website
einer Physiotherapiepraxis?
Die meisten Praxis-Websites haben zu viel vom Falschen und zu wenig vom Entscheidenden.
→ Der schnelle Überblick
Nicht jeder Inhalt zahlt gleich stark auf Anfragen ein. Die Einordnung:
Eine Seite pro Leistung
Der stärkste Hebel für Sichtbarkeit. Ohne eigene Seite wird eine Leistung nicht gefunden.
Öffnungszeiten & Erreichbarkeit
Die meistgesuchte Information überhaupt. Gehört sichtbar auf jede Seite.
Kontaktformular
Erreicht alle, die tagsüber nicht telefonieren können. Ohne verlierst du genau diese Gruppe.
Team-Seite
Wirkt stark bei Selbstzahlern – aber nur mit echten Fotos und Qualifikationen, nicht mit Stockbildern.
Blog
Bringt Sichtbarkeit, aber nur bei regelmäßiger Pflege. Drei alte Beiträge schaden mehr als keiner.
Bildergalerie der Praxisräume
Interessiert kaum jemanden. Nimmt Platz weg und verlangsamt die Seite.
01 Die Pflichtangaben – ohne Ausnahme
Zwei Dinge sind rechtlich vorgeschrieben und dürfen auf keiner Praxis-Website fehlen. Beide müssen von jeder Unterseite aus mit einem Klick erreichbar sein.
Was verpflichtend ist:
- Impressum– Name, Anschrift, Kontaktdaten, Berufsbezeichnung samt Verleihungsstaat, zuständige Aufsichtsbehörde und die berufsrechtlichen Regelungen.
- Datenschutzerklärung– Was wird erhoben, wozu, wie lange gespeichert, welche Rechte hat der Besucher. Muss zur tatsächlich eingesetzten Technik passen.
- Hinweis bei Kontaktformularen– Wenn Daten übermittelt werden, muss klar sein, was damit passiert – direkt am Formular.
- Cookie-Hinweis, falls nötig– Nur erforderlich, wenn nicht zwingend notwendige Cookies oder externe Dienste eingebunden sind.
Häufiger Fehler: Eine kopierte Datenschutzerklärung von einer anderen Praxis. Sie beschreibt dann Technik, die du gar nicht einsetzt – oder verschweigt die, die du nutzt. Beides ist ein Problem.
02 Was Patienten tatsächlich suchen
Wer auf einer Praxis-Website landet, will meist eine von vier Fragen beantwortet haben: Behandelt ihr das? Wann habt ihr offen? Wie komme ich hin? Wie bekomme ich einen Termin?
Diese vier Antworten müssen ohne Suchen auffindbar sein. Alles, was sie verdeckt, kostet Anfragen.
Praktischer Test: Öffne deine Website auf dem Handy und lass jemanden, der die Praxis nicht kennt, in 30 Sekunden einen Termin anfragen. Was dabei hakt, ist deine Prioritätenliste.
03 Die Seiten, die jede Praxis braucht
Eine gute Struktur ist übersichtlich, nicht vollständig. Diese Seiten decken den Bedarf der allermeisten Praxen ab.
Der sinnvolle Grundaufbau:
-
01
Startseite
Wer ihr seid, was ihr behandelt, wie man euch erreicht. Die Terminanfrage gehört in den sichtbaren Bereich, nicht ans Seitenende.
-
02
Je eine Seite pro Leistung
Manuelle Therapie, Lymphdrainage, Krankengymnastik am Gerät und so weiter. Jede mit eigener Überschrift und eigenem Text – das ist die Grundlage für Sichtbarkeit bei Google.
-
03
Team und Praxis
Echte Fotos, Namen, Qualifikationen. Besonders wichtig, wenn Selbstzahlerleistungen angeboten werden.
-
04
Kontakt und Anfahrt
Adresse, Karte, Parksituation, Anbindung an Bus und Bahn, Barrierefreiheit. Klingt banal, wird ständig gesucht.
-
05
Karriere
Auch ohne offene Stelle. Wer erst eine Seite baut, wenn jemand kündigt, verliert Monate.
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Wir gehen deine Seite durch und sagen dir, welche Inhalte fehlen und welche du streichen kannst.
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04 Was du getrost weglassen kannst
Viele Praxis-Websites sind nicht zu klein, sondern zu voll. Diese Elemente kosten Ladezeit und Aufmerksamkeit, ohne etwas beizutragen.
- Automatische Bildslider im Kopfbereich– Werden kaum gelesen, verzögern den Seitenaufbau und drücken die eigentliche Botschaft nach unten.
- Lange Begrüßungstexte– „Herzlich willkommen auf unserer Homepage" beantwortet keine der vier Fragen von oben.
- Stockfotos von fremden Praxen– Fallen auf und beschädigen Vertrauen genau dort, wo es aufgebaut werden sollte.
- Verwaiste Blogbereiche– Ein Beitrag von vor drei Jahren signalisiert: Hier kümmert sich niemand.
- PDF-Downloads als Ersatz für Inhalte– Werden von Suchmaschinen schlechter verarbeitet und auf dem Handy ungern geöffnet.
Faustregel: Jedes Element auf der Seite sollte eine Frage beantworten oder zu einer Anfrage führen. Was beides nicht tut, kann weg.
05 Was wir anders machen
Wir bauen keine Websites nach Wunschliste, sondern nach dem, was in Physiopraxen nachweislich zu Anfragen führt. Das heißt manchmal auch: Wir raten von Seiten ab, die du dir vorgestellt hast.
Struktur vor Umfang. Eine klar aufgebaute Seite mit acht Unterseiten schlägt eine unübersichtliche mit dreißig.
06 Fazit: Was du jetzt mitnehmen kannst
Eine Praxis-Website muss nicht groß sein. Sie muss die richtigen Fragen beantworten – schnell, mobil und ohne Umwege.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
-
1.
Impressum und Datenschutz sind Pflicht
Von jeder Seite aus erreichbar und passend zur tatsächlich eingesetzten Technik.
-
2.
Eine Seite pro Leistung
Der wichtigste Hebel für Sichtbarkeit. Sammellisten ranken für nichts.
-
3.
Öffnungszeiten, Anfahrt, Kontakt gehören nach vorn
Das sind die meistgesuchten Angaben – nicht dein Leitbild.
-
4.
Weniger ist mehr
Slider, Begrüßungstexte und Stockfotos kosten Ladezeit und Vertrauen, ohne etwas zu bringen.
Die Frage ist nicht, was alles draufpasst. Die Frage ist, was ein Besucher in den ersten dreißig Sekunden finden muss, damit er anfragt.
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