Texte für die Physiotherapie-
Website schreiben
Patienten suchen nach ihrem Schmerz, nicht nach deiner Methode. Genau daran scheitern die meisten Praxistexte.
→ Der schnelle Überblick
Was Praxistexte wirksam macht – und was nicht:
Vom Beschwerdebild her schreiben
So sucht der Patient, und so findet Google die Seite.
Antwort in den ersten Absatz
Wer scrollen muss, um die Antwort zu finden, scrollt meist zurück.
Eine Seite, ein Thema
Klarer Fokus schlägt Vollständigkeit – für Leser wie für Suchmaschinen.
Fachbegriffe
Gehören dazu, aber erklärt und nie in der Überschrift.
Lange Texte
Länge hilft nur, wenn jeder Absatz etwas beantwortet. Sonst schadet sie.
„Herzlich willkommen auf unserer Homepage"
Der meistgeschriebene und meistignorierte Satz auf Praxis-Websites.
01 Der wichtigste Perspektivwechsel
Praxistexte werden fast immer aus der Sicht der Praxis geschrieben: was angeboten wird, welche Techniken beherrscht werden, wie lange es die Praxis schon gibt.
Der Patient sucht aber nicht nach deinem Angebot. Er sucht nach seinem Problem – und will wissen, ob du es lösen kannst.
Konkret heißt das: Nicht „Manuelle Therapie" als Überschrift, sondern „Nacken verspannt und Kopf schmerzt?". Die Methode kommt danach, als Antwort auf die Frage.
Die Prüffrage für jede Überschrift: Würde jemand mit Beschwerden diese Worte bei Google eingeben? Wenn nein, ist es eine Fachbezeichnung – und die gehört in den Text, nicht in die Überschrift.
02 Der Aufbau einer Leistungsseite
Diese Reihenfolge funktioniert, weil sie den Fragen folgt, die ein Besucher tatsächlich in dieser Reihenfolge hat.
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01
Überschrift mit der Beschwerde
In der Sprache des Patienten. Eine H1, nicht mehr.
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02
Die kurze Antwort
Zwei bis vier Sätze, die die Frage direkt beantworten. Das ist der Absatz, den Google als Snippet zeigt und den KI-Assistenten zitieren.
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03
Woher die Beschwerde kommt
Kurz und verständlich. Hier darf Fachliches rein, aber erklärt.
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04
Wie ihr behandelt
Jetzt erst die Methode. Ablauf einer Einheit, wie viele Termine üblich sind, was der Patient selbst tun kann.
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05
Wer behandelt
Name und Qualifikation der zuständigen Person. Schafft Vertrauen vor dem ersten Termin.
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06
Wie man einen Termin bekommt
Sichtbar, klickbar, direkt auf dieser Seite – nicht erst auf der Kontaktseite.
03 Sprache, die ankommt
Praxistexte klingen oft wie ein Befundbericht. Das ist verständlich – im Berufsalltag ist diese Sprache richtig. Auf der Website ist sie eine Hürde.
Was den Unterschied macht:
- Patientensprache in Überschriften– „Schmerzen im unteren Rücken" statt „Lumbalgie". Der Fachbegriff darf im Text folgen.
- Direkte Ansprache– „Wenn Sie morgens steif aufwachen…" spricht an. „Patienten mit morgendlicher Steifigkeit…" beschreibt nur.
- Kurze Sätze– Ein Gedanke pro Satz. Verschachtelte Nebensätze werden auf dem Handy nicht gelesen.
- Zwischenüberschriften alle paar Absätze– Die meisten überfliegen zuerst. Zwischenüberschriften sind das, was dabei hängen bleibt.
- Konkret statt allgemein– „Wir nehmen uns 30 Minuten Zeit" sagt mehr als „individuelle Betreuung".
Und ganz wichtig: keine Heilversprechen. Im Gesundheitsbereich sind Aussagen über garantierte Erfolge nicht nur unseriös, sondern rechtlich heikel.
Sprechen deine Texte die Sprache deiner Patienten?
Wir lesen deine Leistungsseiten durch und zeigen dir, welche Überschriften bei Google nie gefunden werden.
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04 Die Formulierungen, die niemand liest
Bestimmte Sätze stehen auf fast jeder Praxis-Website – und werden von fast niemandem gelesen.
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01
„Herzlich willkommen auf unserer Homepage"
Beantwortet keine Frage, kostet die wichtigste Zeile der Seite.
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02
„Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt"
Steht bei allen. Was ihr konkret anders macht, wäre die interessantere Aussage.
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03
„Individuelle Therapie nach neuesten Erkenntnissen"
Klingt gut, sagt nichts. Nenne stattdessen die Behandlungsdauer oder den Ablauf.
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04
Die Praxisgeschichte im ersten Absatz
Interessiert erst, wenn die Frage nach der Behandlung beantwortet ist. Gehört auf die Über-uns-Seite.
Der Test: Streiche jeden Satz, der auch auf der Website jeder anderen Praxis stehen könnte. Was übrig bleibt, ist dein eigentlicher Text – und meistens erschreckend kurz. Genau daran arbeitest du dann weiter.
05 Was wir anders machen
Wir schreiben Praxistexte grundsätzlich vom Beschwerdebild her und stellen die Antwort nach oben. Das ist kein Stil, sondern eine Entscheidung dafür, wie Menschen und Suchmaschinen Texte tatsächlich lesen.
Die Fachsprache kommt danach – sie schafft Vertrauen, wenn die erste Frage schon beantwortet ist.
06 Fazit: Was du jetzt mitnehmen kannst
Gute Praxistexte sind keine Frage von Talent. Sie folgen einer Reihenfolge, die man einmal versteht und dann auf jede Seite anwendet.
Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:
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1.
Vom Problem her schreiben
Die Überschrift nennt die Beschwerde, nicht die Methode.
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2.
Die Antwort nach oben
Zwei bis vier Sätze, die die Suchfrage direkt beantworten.
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3.
Patientensprache verwenden
Fachbegriffe erklären, aber nie in die Überschrift setzen.
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4.
Floskeln streichen
Was auch auf jeder anderen Praxis-Website stehen könnte, kann weg.
Dein Text hat eine einzige Aufgabe: einem Menschen mit Schmerzen in dreißig Sekunden zeigen, dass er bei dir richtig ist.
Deine Website hat Texte – aber sie bringen keine Anfragen?
Wir schreiben sie so um, dass Patienten sie finden und bis zum Kontaktbutton lesen.
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