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Teilnehmer für Präventionskurse gewinnen | WAS GEHT WEB
Kurse & Prävention

Teilnehmer für
Präventionskurse gewinnen

Die meisten Kurse scheitern nicht am Inhalt, sondern daran, dass niemand weiß, wann sie stattfinden.

Von Was Geht Web Physio & Praxismarketing ~7 Min. Lesezeit 05.10.2026
Die kurze Antwort vorab: Ein Präventionskurs braucht eine eigene Seite mit Terminen, Preis, Kursleitung und einer Anmeldung, die ohne Anruf funktioniert. Der wichtigste Hinweis gehört an den Anfang: Bei nach § 20 SGB V zertifizierten Kursen erstatten die gesetzlichen Krankenkassen üblicherweise einen Teil der Kosten – das ist für viele das entscheidende Argument, geht aber auf den meisten Praxis-Websites unter.

Der schnelle Überblick

Was darüber entscheidet, ob ein Kurs voll wird:

✅ Direkte Wirkung

Eigene Seite pro Kursformat

Ohne eigene Seite taucht der Kurs bei keiner Suche auf.

✅ Direkte Wirkung

Termine und Preis sichtbar

Wer sich anmelden will, entscheidet anhand von Datum und Kosten. Fehlt beides, entsteht keine Anmeldung.

✅ Direkte Wirkung

Hinweis auf Kassenerstattung

Bei zertifizierten Kursen das stärkste Argument – und meist der am schlechtesten platzierte Satz.

⚠️ Kommt drauf an

Aushang in der Praxis

Erreicht Bestandspatienten, aber niemanden von außen. Als einziger Kanal zu wenig.

⚠️ Kommt drauf an

Social Media

Kann Anmeldungen bringen, wenn die Kursseite dahinter überzeugt und der Termin nah ist.

❌ Funktioniert nicht

Kurs nur im Leistungsmenü erwähnen

Eine Zeile unter „Leistungen" bringt weder Sichtbarkeit noch Anmeldungen.

01 Warum Kurse trotz Nachfrage leer bleiben

Die Nachfrage nach Rückenkursen, Beckenboden- und Wirbelsäulengymnastik ist da. Trotzdem müssen Praxen Kurse regelmäßig absagen, weil sich nicht genug Teilnehmer melden.

Das Problem ist fast nie das Angebot. Es ist die Auffindbarkeit und der Weg zur Anmeldung.

Ein typischer Fall: Der Kurs steht als Stichpunkt unter „Leistungen". Es gibt kein Datum, keinen Preis und keinen Hinweis darauf, dass die Kasse einen Teil übernimmt. Wer sich informieren will, müsste anrufen – und tut es meist nicht.

💡

Der Test: Such bei Google nach „Rückenkurs" plus deinem Ort. Taucht deine Praxis auf? Wenn nein, ist das der erste Grund für leere Kurse.

02 Was auf eine Kursseite gehört

Jedes Kursformat braucht eine eigene Seite. Nicht, weil es schöner aussieht, sondern weil nur so eine Suchanfrage darauf treffen kann.

Diese Angaben entscheiden über die Anmeldung:

  • Konkrete Termine– Startdatum, Wochentag, Uhrzeit, Anzahl der Einheiten. „Kurse auf Anfrage" erzeugt keine Anmeldung.
  • Preis und Kassenerstattung– Der Gesamtpreis und, bei nach § 20 SGB V zertifizierten Kursen, der Hinweis auf die anteilige Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen.
  • Für wen der Kurs geeignet ist– Beschwerdebilder und Voraussetzungen. Viele melden sich nicht an, weil sie unsicher sind, ob sie richtig sind.
  • Wer den Kurs leitet– Name, Foto, Qualifikation. Bei Kursen entscheidet die Person stärker als bei einer Verordnung.
  • Gruppengröße und Ort– Ob acht oder zwanzig Teilnehmer macht für viele den Unterschied.
  • Was mitzubringen ist– Kleinigkeit, nimmt aber eine letzte Hürde vor der Anmeldung.
⚠️

Wichtig: Wirb nur dann mit einer Kassenerstattung, wenn der Kurs tatsächlich nach § 20 SGB V zertifiziert ist. Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Kasse – formuliere zurückhaltend und verweise darauf, dass Teilnehmer das mit ihrer Kasse klären.

03 Die Anmeldung muss ohne Anruf gehen

Präventionskurse sprechen eine Zielgruppe an, die überwiegend berufstätig ist und sich abends informiert. Genau dann ist deine Praxis geschlossen.

Ein Kurs, für den man anrufen muss, verliert die meisten Interessenten zwischen dem Lesen und dem nächsten Werktag.

Was die Anmeldung braucht:

  • Ein Formular direkt auf der Kursseite– Name, Kontakt, gewünschter Kurstermin. Mehr nicht.
  • Sofortige Bestätigung– Eine automatische Antwort, dass die Anmeldung angekommen ist und wann sich jemand meldet.
  • Freie Plätze anzeigen– Wenn möglich. „Noch 3 Plätze frei" erzeugt Entscheidung.
  • Warteliste für ausgebuchte Kurse– So geht Interesse nicht verloren, sondern füllt den nächsten Durchgang.
  • Klare Ansage zur Zahlung– Wann und wie bezahlt wird, und was bei Absage gilt.
1 Seite pro Kursformat – das ist die Grundvoraussetzung
Abends informieren sich die meisten Interessenten
§ 20 zertifizierte Kurse werden von den Kassen anteilig erstattet
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04 Wie du den Kurs bekannt machst

Wenn die Seite steht, geht es darum, sie sichtbar zu machen. In dieser Reihenfolge:

  • 01

    Im Google-Unternehmensprofil eintragen

    Als Leistung anlegen und auf die Kursseite verlinken. Zusätzlich einen Beitrag mit dem Starttermin veröffentlichen.

  • 02

    Bestandspatienten ansprechen

    Wer gerade eine Behandlungsserie abschließt, ist die naheliegendste Zielgruppe für einen Präventionskurs.

  • 03

    Aushang mit QR-Code

    Der Aushang in der Praxis ist gut – aber nur mit QR-Code, der direkt zur Anmeldung führt.

  • 04

    Kooperationen vor Ort

    Betriebe, Vereine, Volkshochschulen. Ein Kurs, der über einen Arbeitgeber läuft, ist oft sofort voll.

  • 05

    Anzeigen, wenn der Start näher rückt

    Zeitlich begrenzt, regional eng gefasst und nur auf die Kursseite verlinkt – nie auf die Startseite.

Der Zeitpunkt ist entscheidend: Vier bis sechs Wochen vor Kursbeginn bewerben. Früher ist es zu unverbindlich, später zu knapp für die Planung der Teilnehmer.

05 Was wir anders machen

Präventionskurse sind für viele Praxen der einfachste Einstieg in Selbstzahlerumsätze – und einer der am schlechtesten dargestellten Bereiche auf Praxis-Websites.

Wir bauen pro Kursformat eine eigene Seite mit Terminen, Preis und Anmeldung. Nicht als Unterpunkt im Leistungsmenü, sondern als eigenständiges Angebot.

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Eigene Seite pro Kursformat statt Stichpunkt im Menü
Physio von Physiotherapeuten – wir kennen den Kursalltag

06 Fazit: Was du jetzt mitnehmen kannst

Ein Präventionskurs ist ein Produkt mit festem Termin und festem Preis. Er muss auch so dargestellt werden – nicht als Leistung unter vielen.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • 1.

    Eigene Seite pro Kursformat

    Ohne sie findet niemand den Kurs über eine Suche.

  • 2.

    Termine, Preis und Erstattung nach vorn

    Das sind die drei Angaben, nach denen entschieden wird.

  • 3.

    Anmeldung ohne Anruf

    Die Zielgruppe informiert sich abends. Ein Formular ist Pflicht, kein Extra.

  • 4.

    Vier bis sechs Wochen vorher bewerben

    Google-Profil, Bestandspatienten, Aushang mit QR-Code, dann erst Anzeigen.

🎯

Der Kurs ist längst konzipiert und die Räume sind da. Was fehlt, ist eine Seite, auf der Datum, Preis und Anmeldung stehen.

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Tobias K.
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