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Wie viel Marketingbudget braucht eine Physiopraxis? | WGW
Budget & Planung

Wie viel Marketingbudget
braucht eine Physiopraxis?

Die meisten Praxen geben nicht zu wenig aus. Sie geben es an der falschen Stelle aus.

Von Was Geht Web Physio & Praxismarketing ~7 Min. Lesezeit 21.09.2026
Die kurze Antwort vorab: Für die meisten Physiopraxen ist die Reihenfolge wichtiger als die Höhe. Zuerst die Grundlagen, die dauerhaft wirken und nach einmaliger Investition kaum laufende Kosten verursachen: Website mit eigenen Leistungsseiten, gepflegtes Google-Unternehmensprofil, ein System für Bewertungen. Erst danach laufende Ausgaben für Anzeigen oder Social Media – und nur, wenn ein konkretes Ziel dahintersteht.

Der schnelle Überblick

Wohin das Budget in welcher Reihenfolge gehört:

✅ Direkte Wirkung

Website mit Leistungsseiten

Einmalige Investition, dauerhafte Wirkung. Die Basis für alles andere.

✅ Direkte Wirkung

Google-Unternehmensprofil

Kostet nur Zeit. Für lokale Sichtbarkeit der stärkste Hebel überhaupt.

✅ Direkte Wirkung

Bewertungssystem

Geringer Aufwand, wirkt auf Ranking und Klickrate gleichzeitig.

⚠️ Kommt drauf an

Google Ads

Sinnvoll bei Selbstzahlerleistungen oder Recruiting – nicht für allgemeine Kassenleistungen.

⚠️ Kommt drauf an

Social Media

Kostet vor allem Zeit statt Geld. Wirkt für Recruiting, kaum für neue Patienten.

❌ Funktioniert nicht

Flyer ohne Ziel

Klassische Streuwerbung ohne messbaren Rücklauf. Fühlt sich nach Marketing an, ist aber keins.

01 Reihenfolge schlägt Höhe

Die Frage „Wie viel?" führt in die Irre. Zwei Praxen mit identischem Budget können völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielen – je nachdem, in welcher Reihenfolge sie investieren.

Grundlagen zuerst, laufende Ausgaben danach. Wer Anzeigen schaltet, bevor die Website trägt, bezahlt dafür, dass Besucher die Schwachstellen sehen.

Der Vorteil der Grundlagen: Sie wirken dauerhaft. Eine gut gebaute Leistungsseite bringt in drei Jahren noch Anfragen. Eine Anzeige wirkt genau so lange, wie das Budget läuft.

💡

Die Prüffrage vor jeder Ausgabe: Wirkt das noch, wenn ich es nächsten Monat nicht mehr bezahle? Wenn nein, gehört es hinter die Grundlagen.

02 Eine sinnvolle Aufteilung

Statt einer Prozentzahl vom Umsatz ist eine Aufteilung nach Wirkungsdauer hilfreicher.

  • 01

    Einmalige Grundlagen

    Website mit eigenen Leistungsseiten, Fotos, technische Basis. Der größte Einzelposten – aber einmalig. Bei uns ab 1.800 €.

  • 02

    Laufende Pflege

    Hosting, Aktualisierungen, neue Inhalte, Google-Profil. Der kleinste laufende Posten mit der besten Wirkung. Bei uns ab 250 € im Monat.

  • 03

    Zielgerichtete Kampagnen

    Anzeigen für eine konkrete Selbstzahlerleistung oder eine offene Stelle. Zeitlich begrenzt, mit klarem Ziel und Messung.

  • 04

    Alles andere

    Print, Sponsoring, Give-aways. Nur wenn Budget übrig ist und ein konkreter Anlass besteht.

1.800 € Einstiegspreis für ein komplettes Website-Paket
250 € starten unsere Care+ und Growth-Pakete im Monat
Dauerhaft schlägt kampagnenweise – bei gleichem Budget

03 Woran du eine Fehlverteilung erkennst

Es gibt klare Anzeichen dafür, dass das Budget an der falschen Stelle liegt – unabhängig von seiner Höhe.

Anzeichen für zu wenig in den Grundlagen:

  • Keine eigenen Leistungsseiten– Alle Angebote stehen als Aufzählung auf einer Seite. Damit ist keine Sichtbarkeit möglich.
  • Google-Profil ohne Beiträge und aktuelle Fotos– Kostet kein Geld, wird aber nicht gemacht — der häufigste blinde Fleck.
  • Website älter als fünf Jahre und mobil unbrauchbar– Jede Anzeige darauf ist verlorenes Budget.

Anzeichen für zu viel im Laufenden:

  • Anzeigen ohne Erfolgsmessung– Wenn niemand weiß, welche Anfrage woher kam, ist jedes Budget zu hoch.
  • Mehrere Kanäle halbherzig– Instagram, Facebook, Ads, Newsletter — alles ein bisschen, nichts richtig.
  • Agenturkosten ohne sichtbares Ergebnis– Nach sechs Monaten sollte messbar sein, was sich verändert hat.
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04 Wie du siehst, ob es wirkt

Ohne Messung ist jedes Budget Bauchgefühl. Für eine Physiopraxis reichen dafür wenige, einfache Größen.

  • Anfragen pro Monat– Getrennt nach Telefon und Formular. Die einfachste und wichtigste Zahl.
  • Woher die Anfrage kam– Eine Frage am Telefon: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?" Dauert fünf Sekunden.
  • Bewertungen und Profilaufrufe– Das Google-Unternehmensprofil zeigt Aufrufe, Anrufe und Routenanfragen direkt an.
  • Terminauslastung– Die Zahl, auf die alles einzahlt. Steigt sie nicht, hat das Marketing sein Ziel verfehlt.
  • Bewerbungen– Wenn Recruiting ein Ziel ist, gehört auch diese Zahl in die Auswertung.

Eine einzige Frage am Empfang ersetzt die meisten Analyse-Werkzeuge: „Wie sind Sie auf uns gekommen?" – notiert über drei Monate ergibt sie ein klareres Bild als jedes Dashboard.

05 Was wir anders machen

Wir empfehlen regelmäßig, weniger auszugeben – zumindest zunächst. In den meisten Praxen liegt der größte Hebel nicht in einem neuen Kanal, sondern in den Grundlagen, die noch fehlen.

Erst wenn Website, Leistungsseiten und Google-Profil stehen, ergibt zusätzliches Budget überhaupt Sinn.

Zuerst Grundlagen, dann laufende Ausgaben
Ehrlich wir sagen auch, wenn Budget nicht die Antwort ist
Messbar jede Ausgabe braucht ein überprüfbares Ziel

06 Fazit: Was du jetzt mitnehmen kannst

Die Höhe des Budgets sagt wenig darüber aus, was am Ende an Anfragen ankommt. Die Reihenfolge tut es.

Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • 1.

    Grundlagen zuerst

    Website mit Leistungsseiten, Google-Profil, Bewertungen. Sie wirken dauerhaft.

  • 2.

    Laufendes danach

    Anzeigen und Social Media nur mit konkretem Ziel und für einen definierten Zeitraum.

  • 3.

    Prüffrage stellen

    Wirkt die Ausgabe noch, wenn ich sie nächsten Monat einstelle?

  • 4.

    Einfach messen

    Anfragen zählen und am Empfang nach der Quelle fragen. Das reicht für die meisten Entscheidungen.

🎯

Marketing ist kein Posten, den man erhöht, wenn es schlecht läuft. Es ist eine Reihenfolge, die man von vorn abarbeitet – und die meisten Praxen sind noch beim ersten Punkt.

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